Ratgeber Immobilien

Ihr Wegweiser beim Kaufen, Verkaufen und Finanzieren

Ob Hauskauf, Verkauf einer Eigentumswohnung oder energetische Sanierung: Immobilienentscheidungen sind komplex und langfristig. Mit unserem umfassenden Ratgeber geben wir Ihnen fundiertes Wissen an die Hand, um sicher und informiert zu handeln. Als regional verwurzeltes Immobilienunternehmen stehen wir Ihnen bei jedem Schritt zur Seite – transparent, fachlich fundiert und persönlich.

Ratgeber-Kategorien im Überblick

Alles rund um den Immobilienkauf – Finanzierung, Planung, Ablauf.

Beim Immobilienkauf fallen in der Regel 10–15 % Kaufnebenkosten an – dazu zählen Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie ggf. Maklerprovision. Planen Sie diese Ausgaben zusätzlich zum Kaufpreis ein, um Ihre Finanzierung realistisch zu gestalten.

Die monatliche Belastung sollte 30–35 % Ihres Nettohaushaltseinkommens nicht überschreiten. Haushaltsrechner oder ein Gespräch mit einem Finanzierungsberater helfen dabei, Ihr Budget inklusive Rücklagen für Unvorhergesehenes solide zu kalkulieren.

Theoretisch möglich, praktisch selten ratsam. Ohne Eigenkapital steigen Finanzierungskosten und Risiko erheblich. Mindestens 15 % Eigenmittel werden empfohlen – bei Eigennutzung etwas weniger, bei Kapitalanlage eher mehr. Fördermittel oder Bürgschaften können Alternativen darstellen.

Neubauten liegen pro m² Wohnfläche bis zu 50 % über Bestandsimmobilien. Berücksichtigt man jedoch Technik, Qualität und Architektur, liegt der Mehrpreis bei etwa 10–20 %. Ausnahme: denkmalgeschützte Altbauten, die teilweise deutlich teurer sind. Seit 2007 stiegen die Neubaupreise deutschlandweit um rund 40 %, Altbaupreise nur um 24 %.

Nebenkosten: Grunderwerbssteuer (z. B. 3,5 % in Bayern), Notar- und Grundbuchgebühren (ca. 1,5–2 %), Maklergebühren (4,76 % inkl. MwSt.) und Bankgebühren bei Finanzierung. Maklerleistungen umfassen Besichtigungen, Bonitätsprüfung, Kaufvertragsabstimmung, Notartermin-Betreuung und Nachbetreuung.

Bausubstanz und Haustechnik prüfen, Modernisierungskosten realistisch einschätzen, Wohnflächen durch Experten messen lassen, Keller auf Feuchtigkeit kontrollieren und Haustechnik wie Heizung, Sanitär und Elektrik überprüfen.

Risikoprofil im Rahmen einer Due Diligence prüfen: Standortanalyse, Einnahmenhöhe, Qualität der Liegenschaft, Mieterstruktur, rechtliche und steuerliche Aspekte. Szenarien für Basis-, Worst- und Best-Case erstellen.

Wie Sie Ihr Immobilienvorhaben richtig planen und finanzieren.

Mindestens 2 %, besser 3–4 %, um das Darlehen innerhalb von 20–30 Jahren zu tilgen. Sondertilgungsrecht während der Laufzeit einräumen lassen.

Eine Immobilienfinanzierung über 50 ist möglich, wenn Einkommen, Eigenkapital und Rücklagen stimmen. Wichtig sind realistisches Tilgungsziel, Berücksichtigung der Rente und Absicherung über Lebensversicherung oder Grundschuld.

Höherer Fremdfinanzierungsanteil bei Kapitalanlage möglich, da Schuldzinsen gegen Mieteinnahmen verrechnet werden. Förderkredite wie KfW-Darlehen prüfen.

Stabile Zinsen, leichte Schwankungen erwartet. Langer Sollzins (z. B. 15 Jahre) und hohe Anfangstilgung sichern Planungssicherheit.

Tilgung reduziert Restschuld, Laufzeit beschreibt Rückzahlungsdauer, Effektivzins beinhaltet alle Kosten. Höhere Tilgung = schneller schuldenfrei = geringere Gesamtzinslast.

KfW, Landesbanken, regionale Programme für energetische Maßnahmen oder altersgerechtes Umbauen. Zuschüsse bis 30–50 % möglich. Antragstellung vor Baubeginn.

Vom Fußboden austauschen bis energetische Sanierung – die wichtigsten Grundlagen.

Wärmepumpen, Fenster, Dach, Dämmung, PV-Anlagen. Zuschüsse bis 30–50 %, Förderung vor Baubeginn beantragen.

Wärmepumpe langfristig günstiger und klimafreundlich, Gas günstiger in Anschaffung, teurer im Betrieb. Förderprogramme nutzen.

Zwischen 400–800 €/m². Energieberatung sinnvoll. Langfristig Heizkosten sparen und Immobilienwert steigern.

Kleine Maßnahmen wie Malerarbeiten, Bodenbeläge, Bad oder Küche steigern Verkaufswert und reduzieren Vermarktungsdauer.

Der erfolgreiche Weg zur optimalen Vermarktung Ihrer Immobilie.

Marktwert hängt von Lage, Zustand, Ausstattung, Größe, Nachfrage ab. Professionelle Wertermittlung durch Makler, Gutachter oder Online-Tools empfohlen.

Makler spart Zeit, Aufwand, rechtliche Risiken. Privatverkauf nur mit gründlicher Vorbereitung (Exposé, Marktanalyse, Besichtigungen, Rechtssicherheit).

Vorbereitung, Wertermittlung, Exposé, Vermarktung, Besichtigungen, Kaufpreisverhandlung, Notartermin, Übergabe.

Ballungsräume: wenige Wochen; ländliche Regionen: 3–6 Monate. Preis, Lage, Zielgruppe und Vermarktung entscheidend.

Ca. 4–6 Wochen nach Markteintritt, abhängig von Attraktivität, Mietpreis und Vertriebskonzept.

Vermeiden Sie Fallstricke bei Verträgen, Erbschaft, Steuerfragen.

Amtliches Verzeichnis von Grundstücken: Eigentumsverhältnisse, Rechte, Lasten. Jedes Grundstück erhält ein Grundbuchblatt, Urkunden werden archiviert.

Gesetzlich verboten, umgangssprachlich für Erbbaurecht. Grundstück für 99 Jahre pachten, Eigentum bleibt beim Erbbaurechtsgeber, monatlicher Erbbauzins. Rückgabe nach Ablauf, Entschädigung für bauliche Anlagen.

Exklusiver Vertrag zwischen Makler und Auftraggeber. Einfacher vs. qualifizierter Alleinauftrag (auch privater Verkauf ausgeschlossen). Angebotskonditionen, Provisionen geregelt.

Satzung einer aufgeteilten Immobilie (§ 8 WEG). Regelt Sondereigentum, Gemeinschaftseigentum, Sondernutzungsrechte. Notarielle Beglaubigung erforderlich.

Notar- und Grundbuchkosten bis 2 % des Verkehrswerts. Verkehrswertgutachten empfehlenswert, um Steuerfragen zu klären.

Verkauf innerhalb 10 Jahren nach Kauf = Einkommensteuer auf Gewinn, außer selbst genutzt. Bei Kapitalanlage Fristen und Ausnahmen beachten.

Spekulationssteuer, Nachversteuerungen bei Vermietung/Abschreibung, ggf. Erbschafts- oder Schenkungssteuer. Steuerberater zur Beratung empfohlen.

Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Wohngesundheit & Trends.

Homeoffice, multifunktionale Grundrisse, Smart-Home-Technik, nachhaltige Materialien, gemeinschaftliches Wohnen, altersgerechtes Bauen. Immer mehr Menschen legen Wert auf flexible Nutzungsmöglichkeiten, energieeffiziente Ausstattung und eine ausgewogene Work-Life-Balance im eigenen Zuhause.

Schadstoffarme Materialien, eine gute Belüftung sowie geringe elektromagnetische Belastung sind entscheidend für gesundes Wohnen. Achten Sie auf Prüfzeichen wie „Blauer Engel“ oder EMICODE, um eine schadstoffarme und umweltfreundliche Auswahl zu gewährleisten. Auch natürliche Baustoffe und schadstofffreie Farben tragen zu einem gesunden Raumklima bei.

Bodengleiche Duschen, breite Türen, schwellenfreie Zugänge und rutschfeste Böden erhöhen die Sicherheit und den Komfort. Intelligente Smart-Home-Systeme erleichtern die Bedienung von Beleuchtung, Heizung oder Jalousien. Förderprogramme der KfW und regionaler Stellen unterstützen altersgerechtes Bauen und Umbauen finanziell. Planen Sie frühzeitig, um die Wohnqualität zu optimieren und die Kosten langfristig zu reduzieren.

Energieeffiziente Heizsysteme, Solarenergie, Regenwassernutzung und ökologische Baumaterialien sind zentrale Elemente nachhaltigen Wohnens. Eine sorgfältige Planung spart nicht nur Kosten, sondern schont auch die Umwelt. Nachhaltigkeit bedeutet auch, langlebige Materialien zu wählen und durchdachte Grundrisse zu schaffen, die flexibel an veränderte Lebensumstände angepasst werden können.